Telč - Teltsch


Telč ist die weise Perle der tschechischen Städte.

Der Marktplatz, mit seinen einstöckigen Häusern mit wunderschön verzierten Fassaden, gehört mit seiner Einheitlichkeit zu den mitteleuropäischen Unikaten.

  • Region:  Kraj Vysočina
  • Bezirk:  Jihlava
  • Meereshöhe:  514 ü.d.M.
  • Einwohner:  ca 5 600

Zwischen den Fischteichen liegt Telč, wie eine Insel aus längst vergangenen Zeiten. Früher war sie ein wichtiger Handelsplatz, auf halbem Weg zwischen Prag und Wien. Einer Sage nach, hängt ihre Gründung mit dem Sieg des mährischen Fürsten Otto II. über den böhmischen Fürsten Bretislav im Jahre 1099 zusammen. Dieser Fürst setzte sich für die Gründung einer Kapelle, der späteren Kirche und einer Ortschaft, der heutigen Altstadt, ein. Ihre Bürger lebten vom Bierbraurecht, dem Salzverkauf und dem Ehrgeiz eines landadeligen Zacharias von Neuhaus. Im 16.Jahrhundert machte er Schloss Telč zu seinem Herrensitz, holte italienische  Baumeister in das mährische Hochland und verwandelte sein Provinzstädtchen in eine Residenz Stadt. Ende des 19.Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Stadt mit dem Bau der Eisenbahn weiter zu. Telč, dieses Kulturdenkmal ist die "weiße Perle der tschechischen Städte".

Kommen Sie nach Telč und Sie werden sofort das Gefühl bekommen, dass Sie in eine gut erhaltenen Theaterkulisse stehen.

Um einen lang-gezogenen Marktplatz gruppieren sich die schönsten Pastellzarten Renaissance- und Barockhäuser, die man sich denken kann.


Das Schloss von Telč gehört zu den Perlen der mährischen Renaissancearchitektur. Seine Attraktivität wird  dadurch erhöht, dass die Innenräume sehr gut erhalten geblieben sind. Viele davon sind repräsentative Beispiele des Einflusses  italienischen Kunst auf tschechischem Staatsgebiet. In der zweiten Hälfte des 14.Jahrhunderts wurde in Telč eine gotische Burg errichtet, hundert Jahre später wurde sie vergrößert und nochmal baulich umgestaltet. Durch den Anbau des Renaissance  Schlosses mit der Allerheiligen-Kapelle ist ein großzügiger Sitz entstanden.

Der Schlossgarten gehört zu den ältesten architektonischen Gärten in der Tschechischen Republik. Er entstand in den siebziger Jahren des 16.Jahrhunderts. Von zwei Seiten wird er von Arkaden umgeben, in deren Nischen offensichtlich Büsten der Herrscher aufgestellt waren. Das große Stückrelief an der Wand des alten Palastes stellt Neptun mit einem Viergespann dar.


Die Allerheiligen-Kapelle (Grabkapelle) wurde mit ihren reichhaltigen und anspruchsvollen Verzierungen im Jahre 1580 vollendet. Sie ist die letzte ehrwürdige Ruhestätte für Zacharias von Hradec und Katharina von Walendstein. Der Autor des figuralen Grabsteins und der Verzierung des Gewölbes ist bislang unbekannt, es könnte sich  um einen italienischen Meister handeln.

Die Entstehung des Schlossparks reicht ins 16.Jahrhundert zurück. Bestandteil des Parks ist ein klassizistisches Gewächshaus. Hier hat der Gärtner, Sammler und Weltenbummler Benedikt Rosel gearbeitet. Er hat auf seinen Reisen durch Mittelamerika eine ganze Reihe von neuen Pflanzen beschrieben, insbesondere die Orchideen.


Das historische Fest über Zacharias von Hradec und Kateřina von Wallenstein ist eine zeitgemäße Kulturveranstaltung der Stadt Telč mit einer folkloristischen Thematik.                             


Schloss Telč ist ein Ort mit vielen, sehr interessanten kulturellen Veranstaltungen. Den ganze Sommer lang erleben Sie hier verschiedene Konzerte, Festivals, Tage der europäischen Kulturerbschaft, Nachtbesichtigungen im Schloss, historisches Fechten und viele anderen Highlights. Mit dem historischen Dampfzug können Sie einen Ausflug nach Trest, Dačice und Slavonice machen. Nabucco ist ein Opern-Air Projekt in böhmischen und mährischen Schlössern. Die Oper ist in Original italienische Sprache.