Lednice und Valtice - Eisgrub und Feldsberg


Valtice (deutsch Feldsberg), gehörte bis 1919 zu Niederösterreich.

  • Region:  Jihomoravský kraj
  • Bezirk:  Břeclav
  • Fläche:  4 785 ha
  • Meereshöhe:  192 ü.d.M.
  • Einwohner:  ca 3 600

Lednice (deutsch Eisgrub), ist mit dem Schloss Lednice als Teil der Kulturlandschaft Lednice-Valtice in der Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen

  • Region:  Jihomoravský kraj
  • Bezirk:  Břeclav
  • Fläche:  3 127 ha
  • Meereshöhe:  173 ü.d.M.
  • Einwohner:  ca 2 320

An der Grenze zwischen Tschechien und Österreich liegt ein Gesamtkunstwerk - eine umfangreichste künstlich gestaltete Landschaft der Welt auf der Fläche von ca 200 km2. Diese Parkanlage von Lednice und Valtice ist ein einzigartiges Ensemble von Schlösser, großer und kleiner Bauten mit Flüssen, Kanälen und Parkanlagen. Der Park wird deshalb auch der "Garten Europas" oder der "Paradiesgarten" genannt.

Es ist ein Werk der Fürsten von Liechtenstein, der sich hier mit seine Familie im 14.Jahrhundert ansiedelte. Das ganze ist entstanden als eine Spielwiese für die Adeligen. In Valtice erbauten sie ein Barockschloss und im sieben Kilometr entfernten Lednice eine Sommerresidenz. Zwischen 1781 und 1811 wurde um den Schloss Lednice 192 ha große Landschaftspark angelegt. Sümpfe wurden trockengelegt, der Fluss Thaya ( Dyje) wurde umgeleitet und ein großer See mit vielen Inseln eingelegt. Fürst Alois schickte 1802 einen Gärtner nach Amerika, um Samen und Pflanzen von Forstgehölzen zu sammeln, so ist hier im Park einer der ältesten europäischen Sammlungen amerikanischer Bäume entstanden.

An genau berechneten Punkten in der Landschaft setzte später Fürst Johann I. verschiedene Bauwerke, die mit ihren harmonischen Formen das Bild der Natur veredeln sollten. Mitten im Wald und auf Wiesen, auf Anhöhen und am Wasser errichtete er Tempel und Schlösschen, Villen und Kolonnaden, oft in direkter Blickbeziehung zueinander, sie stehen da im Kontrast zur weitgehend intakten Natur.


Staatsschloss Lednice hat hinter sich eine komplizierte Entwicklung von einer gotischen Festung über  die Renaissance-,Barock- und klassizistische Gestalt, hat sich der letzte Umbau im neu-gotischen Still aus den Jahren 1846 - 1858 erhalten .

Staatsschloss Valtice  wurde am Anfang des 18.Jahrhunderts erbaut. Im Schloss befindet sich das Nationale Weinmuseum und der Nationale Weinsalon der Tschechische Republik.


Salon der Weine der Tschechischen Republik in Schlosskellern betreibt ein gemeinnütziger Verein. Es ist der höchste Weinwettbewerb Tschechiens, der das System der Nominierung  Wettbewerbe ausführt. An den eigenen Wettbewerb schließt sich die ganzjährig geöffnete öffentliche Ausstellung der hundert besten Weine mit Weinprobe an, die sich in den Kellerräumen des Schlosses Valtice befindet.

Im Areal Lednice -  Valtice gibt es mehrere interessante Bauten.

Weil der Areal so groß eingelegt ist, empfiehlt sich das Fahrrad  mitzunehmen oder auf dem Wasserweg alles erkunden.

Reitschule ist ein monumentale Komplex des aus drei Flügel bestehenden Stalls mit Reithallen aus den Jahren 1688 - 1696. Es ist das älteste erhaltene Teil des Schlosses Lednice. In den Jahren 1688-1696 wurde westlich vom Schloss ein monumentaler Komplex des dreistelligen Reitpferdestalls mit Reithallen nach dem Projekt des J. B. Fischer von Erlach erbaut, fertig gestellt von Domenico Martinelli.

Glashaus ist ein renovierte Palmen Glashaus aus Mitte 19.Jahrhunderts mit einer Sammlung von tropischen und subtropischen Pflanzen. Es ist das älteste in Europa und ein bedeutendes technisches Baudenkmal.



Aquädukt ist eine Bau aus dem Jahre 1805 mit eine römische Wasserleitung und eine künstliche Tropfsteinhöhle.

Wasserwerk, genannt auch "Maurenhaus" ist ein Bestandteil des Systems, das den Park sowie das Bad mit Wasser versorgte.


Obelisk wurde im Jahre 1798 erbaut anlässlich des Abschlusses des Friedens zwischen Frankreich und Österreich. Das 23 Meter hohe Denkmal mit vergoldeter Spitze wird auch "Facka" - Ohrfeige gennant.

Minarett  ist der älteste romantische  Bau des Areals aus den Jahren 1798 - 1802. Es ist ein Aussichtsturm im mauerischem Stil erbaut und mit seine 60 m der höchste Bau dieser Art in nicht-islamischen Ländern. Hier wurden noch nie islamische Messen oder Versammlungen gehalten.


Auf Ihrem Spaziergang durch diese Areal entdecken Sie noch

Schloss Belweder, das Grenzschlösschen, Apollo-Tempel, die Drei Grazien und die Kapelle St.Hubertus.

Die Johannesburg Ruine - Janův hrad  aus der Jahrhundertwende des 18. und 19.Jahrhunderts diente als Jagdschlösschen. Sie wurde schon als eine künstliche Ruine auf dem beweglichem Untergrund mit hohem Grundwasser gebaut.

Kolonnade Reistna ist ein Aussichtsturm, welcher wurde in den Jahren 1814 - 1823 nach dem Vorbild der Schönbrunnen Kolonnade in Wien erbaut. Er ist der höchste Punkt in der Umgebung von Valtice und beim schönem Wetter bekommt man von dort einen Blick auf die drei Länder - Österreich, Mähren und die Slowakei.  


Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in dieser  Gegend ist der Weinbau. Valtice stellt das Zentrum des Weinbaues von ganz Tschechien dar. So findet beispielsweise jährlich ein Weinmarkt statt, der schon lange Tradition hat. (Der erste Weinmarkt in Böhmen, Mähren und Niederösterreich fand 1850 in Feldsberg statt.) Die Tradition wurde 1967 wiederbelebt.

Im 13.Jahrhundert wurde im Areal Lednice-Valtice  in Zusammenhang mit der Gründung des Minoritenklosters ein Labyrinth von verschiedenen Wein- und Gewölbe Keller gebaut.

Dieses einzigartiges Labyrinth mit einer Gesamtlänge von über 800 Meter  der restaurierten historischen Weinkeller, wurde im Jahr 2008 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die einzelne Keller und Gänge und Schächten sind miteinander verbunden und gehen zwischen 6 bis 12 Meter in die Tiefe.

  • Für die Renovierung-Arbeiten hat man über 75 000 Stunden gebraucht.
  • Es wurden Ca 15 000 m2 Raum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht - es sind immer noch nicht alle Gewelbekeller frei gelegt.
  • Das ganze Material, Abfall, Erde und Steine wurden per Hand und mit einfachen Hilfsmittel ausgetragen oder rein getragen, wie früher.