Kroměříž - Kremsier


Kroměříž  (deutsch Kremsier),  dessen Stadtzentrum unter Denkmalschutz steht, wurde 1997 zur schönsten historischen Stadt Tschechiens gewählt. Wegen seiner historischen, kulturellen und politischen Bedeutung trug es den Beinamen „Athen der Haná-Region“.

  • Region:  Zlínský kraj
  • Bezirk:  Kroměříž
  • Fläche:  5 561 ha
  • Meereshöhe:  201 ü.d.M.
  • Einwohner:  ca 28 970

Kroměříž liegt in der fruchtbaren Ebene Hana am Fluss Morava. Sie wurde an einer Kreuzung von Handelswegen gegründet. Zur Stadt wurde es in der zweiten Hälfte des 13.Jahrhunderts erhoben, aber die Religionskriege des 14.Jahrhunderts führten zu großen Zerstörungen. 

Anziehungspunkt und das wichtigste Denkmal von Kroměříž, ist das Barockschloss, die Sommerresidenz der Fürsten. Seine Geschichte ist eng mit den Olmützer Bischöfen und Erzbischöfen verbunden. Einzigartig ist der Tagungssaal, in dem 1848 der verfassungsgebende Reichstag der österreichischen Völker zusammen trat. Man kann die umfangreiche Bibliothek, den Thronsaal, den Rosen- und Zarensalon oder das Musikarchiv besichtigen. Zum Erzbischöflichen Schloss (Arcibiskupský zámek) gehört auch eine Gemäldegalerie, die in ganz Europa bekannt ist und eine außergewöhnliche Sammlung mitteleuropäischer Kunst des 15. bis 18. Jahrhunderts beherbergt.Das bekannteste und wertvollste Werk seiner Sammlung ist ein Gemälde des venezianischen Meisters Tizian. In der Ausstellung haben Sie auch die Gelegenheit, Originale von van Dyck, Cranach und Dürer zu betrachten.

Im Schloss selbst wird den ganzen Sommer lang eine Reihe von verschiedenen Musikfestivals angeboten, mit dabei sind auch zahlreiche Künstler aus dem benachbarten Ausland.


Im Herbst 1848 wurde der Reichstag aus dem unruhigen Wien in die Stadt verlegt, wodurch die Stadt an politischer Bedeutung gewann.

Im Jahr 1885 kam es auf dem Schloss vom Kroměříž zu einer Zusammenkunft des russischen Zaren Alexander III., mit dem Kaiser Franz Joseph I. Die Stadt hütet viele barocke Kunstschätze. Seit dem Jahr 1953 ist die Stadtmitte städtische  Denkmalzone. Im Jahr 1998 wurde der Garten- und Schlosskomplex in die Liste des UNESCO.Weltkulturerbes aufgenommen.

Der untere Schlossgarten war ursprünglich ein Gemüsegarten. Seine barocke Gestalt hat er erst im 17.Jahrhundert  bekommen. Im 19.Jahrhundert  wurde er zu einem einmaligen Landschaftspark auf einer Größe von 64 ha umgestaltet. Er diente zur Entwässerung des Flusses Morava. Im Park befinden sich zahlreiche kleine Seen und kleine Flüsse , aber auch Kolonnaden, ein Fischerpavillon und verschiedene seltene Bäume.

Im Schlossgarten werden verschiedene Themenbezogene Führungen  und zahlreiche Veranstaltungen angeboten. Die Kolonnade mit Skulpturen aus der antiken Geschichte  wurde im Jahre 1671 erbaut und ist 244 m lang.

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Ein Besuch in dem Schlossgarten von Kromeriz.
Verschiedene Fotos und Skizzen zeigen den historischen Komplex.
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Der Lustgarten entstand nach dem Dreißigjährigen Krieg. Es handelt sich um einen Typ italienischen Gartens, in dessen Mitte sich eine Rothunde befindet. Entlang der Wege kann man Skulpturen antiker Gestalten bewundern. Meistens sind es   Götter oder mythologische Helden.


Zeugen der Geschichte und Denkmäler der religiösen Kunst sind die Kirchen. Die Kirche des St.Johannes des Täufers und die Kirche der Himmelfahrt der Gesegneten sind Vertreter des mährischen Hochbarocks. Die St. Moritz Kirche ist ein ursprünglich gotischer Bau aus dem 13.Jahrhundert. Die Kirche der St.Cyril und Method ist orthodox.

Lünetten von Max Švabinsky sind auf dem Gelände des ehemaligen Franziskanerklosters zu sehen. Ursprünglich waren Sie zur Verzierung der Loggia an der Front des Nationaltheaters in Prag bestimmt. Die Lünetten zeigen wichtige Ereignisse der  böhmischen Geschichte.


Auch Kroměříž seine Umgebung bietet viel. Der Wallfahrtsort Svatý Hostýn mit der barocken Kirche Maria Himmelfahrt gehört zu den höchstgelegenen Wallfahrtsorten in Mähren. Der Barockfriedhof in Střílky hat eine besondere Architektur und plastische Verzierungen.

Das gesamte Friedhofs Gelände, mit seiner Kapelle und der Gruft, ist architektonisch einmalig in Mitteleuropa. Die Schach-Synagoge, die nach 1560 erbaut wurde, mit ihrem jüdischen Friedhof, mit ca 1500 Grabsteinen in Holešov. Ein Freilichtmuseum in Rymice zeigt eine Volksarchitektur aus dem Leben eines hanakischen Dorfes des 18. und 19.Jahrhunderts.