Wandern

Die Tschechische Republik verfügt über ein dichtes Netz von markierten Wanderwegen - ein System, auf das man im Lande sehr stolz ist und das als bestes in Europa gilt. Die farbigen Markierungen werden sie kreuz und quer durch das Gelende führen. Die Farben bringen den Stellenwert der jeweiligen Wanderstrecke zum Ausdruck. Die Lanschaft unseres Landes eignet sich für leichtere Halbtages-Touren wie auch für mehrtätige Wanderungen und Ausflüge, bei denen man ganze Bergrücken überwindet. Jeder von Ihnen wird das Passende finden.

Nationalpark Böhmische Schweiz

Der jüngste der tschechischen Nationalparks erstreckt sich im Nordwesten Böhmen an der Grenze zu Deutschland. Merkmale seiner Landschaft sind hohe Sandsteinfelsen mit bekannten Aussichtspunkten, tiefe, waldreiche Täler, schmale Pfade und schattige Wasserläufe. Die kleinen Häuser am Rande der Felsen sind über einhundert Jahre alt und an ihrem Fachwerk und den charakteristischen Schiefer-Mosaiken gut zu erkennen. An der Elbe, in Hrensko, beginnen beliebte Wanderwege, die zur Felsenbrücke Pravcicka brana und weiter zur Jagdhütte Tokan führen. Das auf einem grünen Hügel inmitten des ausgedehnten Felsengebietes stehende Chalet, dient heute den Touristen. Das Tor von Pravcice ist eine der größten Felsenformation in Europa. Ihr Bogen erreicht die Höhe von sechzehn Metern, die Spannweite beträgt dreißig Meter. Zum Tor führt ein bequemer Wanderweg, der im unweit gelegenem Ort Hrensko beginnt.

Nationalpark Thayatal

Das Thayatal war lange zu einem grossen Teil unzugänglich, es liegt im Grenzgebiet zu Österreich. Deshalb ist die Natur um die Thaya (Fluß Dyje) in ihrer ursprüglichsten und reinsten Form erhalten.

Der Nationalpark Thaytal und das Stadtgebiet der Stadt Znojmo, die heute zumeist mit der Weinrebe assoziiert wird, sind miteinander benachbart. Die tiefen Täler der Thaya und der Thaya-Nebenflüsse, die allesamt für Ihre einmalig bunte Pflanzen- und Tierwelt bekannt sind, kann man daher zu Fuß von Znojmo aus erreichen. Ein anderer Weg ins Thayathal kommt von Nordwesten, aus der Richtung des Schlosses Vranov - eines außerordentlich beeindruckenden Barockbaus, der oberhalb des Stausess Vranov auf einem Felssporn steht. Der unter Naturschutz stehende Canon der Thaya ist 40 km lang und bis zu 200 m tief. Im Herzen des Natoionalparks erwartet den Wanderer eine besondere Überraschung - der Weinberg Sobes, einer der besten seiner Art in Europa. Er hat hier eine ideale windgeschützte Lage.

Nationalpark Sumava (Böhmerwald)

Tiefe Wälder, ausgedehnte Moorgebiete und schmale Bäche, die zu Hunderten von den Hängen des Böhmerwaldes ins Tal hinabfließen. In den Wäldern oberhalb von Zelezna Ruda (Böhmisch-Eisenstein) liegen der Schwarze See und der Teufelsee. Die schmalen Landstraßen sind von vielen Wanderern und Radfahren bevölkert. Der Boubin-Urwald, der See von Prasily und das Moorgebiet Modravske slate befinden sich inmitten des Nationalparks und unterstehen strengen Naturschutzbestimmungen. Der wildeste der böhmischen Flüsse, Moldau zu entdecken - hier ist sie noch ein Rinnsal, das einem in der Seehöhe von 1170 m gelegenen Moorgebiet entspringt. Der Laka-See, ein Meerauge, kann als Erinnerung an die Eiszeit bezeichnet werden.

Der Schwarzenberger Schwemmkanal ist vor zweihundert Jahren im südlichen Teil des Böhmerwaldes mit dem Ziel angelegt worden, Stückholz auf dem Wasserweg über die Große Mühl zur Donau und mit ihr bis nach Wien zu befördern. Heute wird der historische Kanal als einmalige technische Leistung bewundert. Mehrere seiner Abschnitte sind revitalisiert worden. Zu dem Schau-Holzschwemmen, das an diesen Stellen einige Male im Jahr veranstaltet wird, kommen immer wieder viele begeisterte Zuschauer.

Nationalpark Riesengebirge

Das raueste Gebirge zwischen den Alpen und Skandinavien zeigt seine überraschende Schönheit vor allem jenen Menschen, die bereit sind, feste Bergschuhe anzuziehen und zu einer längeren Kammwanderung aufzubrechen. Die auf den hochgelegten Bergwiesen verstreuten und oft über einhundert Jahre alten Bergbauten laden zu einem Besuch ein. Man kann dort gut essen, eventuell auch übernachten. Unter dem gastfreundlichen Dach dieser Hütten kann man bei einem plötzlichen Regensschauer auch Unterschlupf finden. Im Riesengebirge sollte man den höchsten tschechischen Berg, die Schneekoppe , auf jeden Fall ins Programm einbeziehen. Die Schneekoppe überragt ihre Umgebung um zweihundert Meter und bietet bei gutem Wetter eine herrliche Rundsicht. Es lohnt sich wirklich , den nicht besonders anstrengenden Aufstieg zu Fuß zu bewältigen. Das Panorama des gesamten Riesengebirgskammes können Sie aus dem steinernen Aussichtturm auf dem Berg Zaly betrachten. Hoch in den Bergen und trozdem gut erreichbar ist die Elbquelle. Sie sollten auch das Sportzentrum Spindleruv Mlyn (Spindlermühle), das wunderschöne Gletschertal Obri dul (Riesengrund) mit den malerischen Wasserfällen der Aupa und die kleine Bergstadt Harachov mit der ältesten funktionierenden Glasfabrik Europas beschen.

Altvatergebirge (Hruby Jesenik)

liegt im Norden an der Grenze zu Polen. Es besteht aus den zusammenhängenden Bergrücken Hruby Jesenik,Nizky Jesenik, Rychlebske hory a Kralicky Sneznik sowie dem Gebirgsvorland.

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